Pfarrhaus-Sanierung und Neubau einer Wohnanlage in Uesslingen

Die Katholische Kirchgemeinde FrauenfeldPLUS plant auf ihrem rund 3'000 Quadratmeter grossen Grundstück in der Dorfkernzone, unmittelbar neben dem bestehenden Pfarrhaus, den Bau eines Mehrfamilienhauses.

Dieses soll 17 Wohnungen mit 1.5 bis 5.5 Zimmern sowie eine Tiefgarage umfassen. Die Gestaltung beider Gebäude und der Umgebung wird eng mit der Denkmalpflege des Kantons Thurgau abgestimmt.

Die Gemeinde Uesslingen unterstützt das Projekt, denn das lokale Angebot an Mietwohnungen ist begrenzt. Es fehlen insbesondere Wohnmöglichkeiten für ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität. Das Gesamtprojekt wird rund 10 Millionen Franken kosten, die Mieten werden marktüblich sein.

17

Wohnungen

1.5-5.5

Zimmer Wohnungen

1

Tiefgarage

Aktuell

Baugesuch für «Serena» eingereicht

Das Wohnprojekt in Uesslingen hat einen wichtigen Meilenstein erreicht: Anfang September 2026 wurde das Baugesuch bei der Politischen Gemeinde Uesslingen-Buch eingereicht. Damit sind die beschlossenen Projektierungsarbeiten abgeschlossen.

Mehr zum aktuellen Projektstand

Wohnprojekt Uesslingen: Ein neues Zuhause neben dem Pfarrhaus

Neben der Sanierung des bestehenden Pfarrhauses plant die Katholische Kirchgemeinde FrauenfeldPLUS ein Mehrfamilienhaus mit 17 Wohnungen und einer Tiefgarage. Das Projekt soll neuen Wohnraum schaffen und gleichzeitig langfristig zur finanziellen Stabilität der Kirchgemeinde beitragen.

Mehr zum Wohnprojekt und seinen Hintergründen

Die nächsten Schritte

Wir laden Sie herzlich zu den beiden Infoveranstaltungen an folgenden Daten ein:

29. November 2026

Urnenabstimmung über den Baukredit Projekt Uesslingen

Fragen zum Projekt können gerne vorgängig eingereicht werden. Wenden Sie sich hierzu an: kirchgemeinderat@kath-frauenfeldplus.ch

Faktenblatt Projekt Uesslingen (August 2026)

Visualisierungen: Ivano Sorgon, Architekt

Für die katholische Kirchgemeinde.
Für Uesslingen.
Für die Region.


Marcel Berger, Kirchgemeindepräsident

Mit dem Projekt in Uesslingen setzen wir unsere Liegenschaftsstrategie konsequent um und stärken die Kirchgemeinde FrauenfeldPLUS damit langfristig. Wie bei anderen Bauvorhaben handeln wir dabei finanziell solide und bleiben eine verlässliche Partnerin für die Region.


Jeanette Fischer, KGR Kirchbürgerinnen und Kirchbürger

Mir ist wichtig, dass das Projekt den Menschen vor Ort dient. Es schafft Wohnraum, der in Uesslingen bisher fehlt, gerade für ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität.


Roland Häfliger, Pfarrer

Unsere Pfarrei St. Anna ist aktiv und bietet ein breites Programm. Dieses seelsorgerische und soziale Engagement soll auch für die weiteren Generationen erhalten bleiben. Mit dem Wohnbauprojekt in Uesslingen sichern wir das langfristig.


Patrick Josef, KGR Bau/Immobilien

Die Sanierung des Pfarrhauses wie auch der Neubau der Wohnanlage sind eng mit der Denkmalpflege des Kantons Thurgau abgestimmt. Dadurch entsteht neuer Wohnraum, der sich behutsam ins historische Ortsbild von Uesslingen einfügt.


Saman Polis, KGR Finanzen

Das Projekt trägt sich langfristig selbst und sichert stabile Erträge. So vermeiden wir höhere Kirchensteuern und den Verkauf von Liegenschaften. Gleichzeitig schaffen wir finanziellen Spielraum für die kommenden Jahre.


Regula Schmucki, KGR Aktuariat

Der Baukredit ist sorgfältig kalkuliert und für die Kirchgemeinde langfristig tragbar. Als Aktuarin achte ich darauf, dass Einnahmen und Ausgaben im Gleichgewicht bleiben.

Liegenschaftsnutzung ist wichtig für die Kirchgemeinde

Die Einnahmen der Kirchgemeinde stammen aus Kirchensteuern und Immobilienerträgen. Wegen sinkender Steuereinnahmen durch Austritte ist die Kirchgemeinde stärker auf Immobilienerträge angewiesen.

Denn die Ausgaben sinken nicht proportional mit den Mitgliederzahlen: Austritte betreffen meist Personen, die kirchliche Angebote ohnehin selten nutzen. Die Nachfrage nach kirchlichen Leistungen bleibt stabil, ebenso wie die hohen Fixkosten für Personal sowie den Unterhalt von Sakralräumen und Pfarrhäusern.

Ziel der Kirchgemeinde ist nicht kurzfristiger Gewinn, sondern langfristige Werterhaltung und stabile Erträge, damit pastorale und soziale Angebote auch künftig finanziert werden können.

Diese Strategie folgt den Richtlinien des Bistums Basel, wonach kirchliche Liegenschaften wirtschaftlich tragfähig sein oder einen klaren kirchlichen beziehungsweise gesellschaftlichen Nutzen erfüllen sollen.

Finanziell gut aufstellen für die Zukunft

Mit Projekten wie in Uesslingen kann ein Teil der wegfallenden Steuereinnahmen kompensiert werden - ohne Steuererhöhungen oder den Verkauf von Liegenschaften. Die Kirchgemeinde verfügt über die finanziellen Möglichkeiten, um dieses Neubauprojekt umzusetzen und sichert damit zugleich ihr langfristiges Bestehen.

Das duale System - oder: Warum die Kirchgemeinde über das Bauprojekt Uesslingen abstimmt

Das duale System ist eine Besonderheit der katholischen Kirche in der Schweiz. Damit ist die klare Trennung zwischen der Kirchgemeinde und der Pfarrei gemeint:

  • Der Kirchgemeinderat verantwortet Finanzen, Personal und Infrastruktur. Er schafft die Rahmenbedingungen für die Kirche und wird demokratisch gewählt. Die übergeordnete Institution ist die Katholische Landeskirche Thurgau.

  • Die Pfarrei St. Anna Frauenfeld verantwortet die pastoralen und seelsorgerischen Aufgaben. Sie macht Kirche und untersteht dem Bistum Basel.

Investitionen in Immobilien fallen in den Zuständigkeitsbereich der Kirchgemeinde. Sie dienen dazu, der Pfarrei verlässlich jene Mittel bereitzustellen, die sie für ihre Arbeit benötigt. Beide Ebenen wirken eng zusammen, mit klar definierten Rollen.

Katholische Kirchgemeinde FrauenfeldPLUS: 1000 Jahre Geschichte

Die Katholische Kirchgemeinde FrauenfeldPLUS ist mit rund 10'800 Pfarreiangehörigen (Stand Ende 2025) die grösste katholische Kirchgemeinde des Kantons Thurgau.

Sie umfasst seit dem Zusammenschluss 2012 neben der Stadt Frauenfeld sieben weitere Gemeinden: Felben-Wellhausen, Gachnang, Herdern, Hüttwilen, Thundorf, Uesslingen-Buch und Warth-Weiningen. Die zugehörige Pfarrei St. Anna gehört zum Bistum Basel. Sie blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück und ist eng mit der Stadtkirche St. Nikolaus verbunden, deren Ursprünge ins 9. Jahrhundert reichen und die 2026 ihr 120-Jahr-Jubiläum feiert.